
Auf dem Grundstück stand ein in die Jahre gekommenes Haus, umgeben von einem stark eingewachsenen Garten. Der Bestand ließ sich in dieser Form nicht mehr sinnvoll weiterführen; das Grundstück wurde verkauft. Der Ersatzneubau bringt den Ort wieder in Nutzung: kein Leerstand mehr, wieder Alltag, wieder Leben – und eine neue Generation in der Straße.

Der Neubau ist als Flachdachhaus bewusst ruhig gehalten. Die dunkle Klinkerfassade fügt sich in die kleinteilige Nachbarschaft ein, ohne sich anzubiedern. Ein umlaufendes Sichtbetonband fasst Haus, Garage und Fahrradhaus zu einer klaren Einheit zusammen und gibt den einzelnen Baukörpern einen gemeinsamen Rahmen.



Zum Garten hin öffnet sich das Haus großzügig. Große Verglasungen und ein überdachter Sitzbereich erweitern den Wohnraum nach draußen. Entscheidend war dabei nicht der spektakuläre Effekt, sondern die Qualität im Alltag: gut nutzbare Übergänge, geschützte Außenbereiche, Tiefe, Schatten und Blickbezüge.


Im Inneren setzt sich die klare Haltung fort: Eiche, helle Flächen, flächenbündige Türen und Einbauten geben den Räumen Ordnung, ohne sie zu dominieren. Oberlichter und gezielt gesetzte Öffnungen bringen zusätzliches Licht ins Haus – als weicher Akzent oder als klare Linie.
Treppe, Küche und Nebenräume sind als zusammenhängende räumliche Sequenz gedacht: funktional, warm und bis in die Anschlüsse durchgearbeitet. Wir haben das Projekt nach erteilter Baugenehmigung übernommen und bis zur Ausführung begleitet – mit Fokus auf robuste Details, handwerkliche Präzision und eine dauerhaft stimmige Materialität.

