
In diesem Geviert entstanden über mehrere Jahre hinweg sechs Mehrfamilienhäuser – für unterschiedliche Auftraggeber, aber als Teil einer gemeinsamen Entwicklung des Quartiers. Dadurch verändert sich auch der Blick auf die Aufgabe: Man plant nicht mehr nur ein einzelnes Gebäude, sondern arbeitet über längere Zeit in einem Umfeld, dessen räumliche und soziale Strukturen man zunehmend kennenlernt.


Mit jedem weiteren Haus verändert sich auch das Umfeld. Zusätzlicher Wohnraum bedeutet mehr Dichte, neue Nachbarschaften und veränderte Freiräume. Gerade deshalb stellte sich bei jedem Projekt erneut die Frage, wie sich neue Gebäude in das bestehende Quartier einfügen und gleichzeitig qualitätsvolle Wohnungen entstehen können.


Die Qualität solcher Projekte entsteht weniger durch eine einzelne gestalterische Idee als durch viele konkrete Entscheidungen: durch die Setzung der Baukörper, die Orientierung der Wohnungen, gute Belichtung, geschützte Außenräume und funktionierende Erschließungen.
Gerade bei hoher Dichte entscheidet sich Wohnqualität oft im Grundriss und in den alltäglichen Abläufen eines Hauses. Ziel war deshalb, für rund 80 Haushalte Wohnungen zu schaffen, die dauerhaft nutzbar und alltagstauglich bleiben.


Über mehr als sechs Jahre hinweg wiederholt in demselben Geviert zu arbeiten, ist ungewöhnlich. Man erlebt nicht nur einzelne Bauvorhaben, sondern die schrittweise Veränderung eines ganzen Stadtteils. Genau darin liegt die besondere Erfahrung dieses Projekts: Stadt entsteht nicht auf einmal, sondern über viele einzelne Entscheidungen – Haus für Haus.

